Ein Schrottkick

Das wohl letzte Mal auf dem Kunstrasen vor dem Wechsel auf das satte Grün gestaltete sich zu Beginn schon schwierig. Die Karten hatten gesprochen und wie Einige fanden, nicht gerade zu Gunsten eines ausgeglichenen Spiels. Nach dem üblichen Austausch von Meinungsverschiedenheiten, wechselte schließlich Thopro mit Edi die Mannschaften und der verspätete Ingo kam auch noch zu den Bunten um diese zu stärken. 

Durch die zwei späten Verpflichtungen gingen die Bunten mit breiter Brust und in Überzahl in die Partie. Grün versuchte nach alter Schule in der Tippkickmanier dagegen zu halten, dies stellte sich allerdings schnell als grober Fehler heraus, mehr stehend als laufend konnten die Grünen kein Kombinationsspiel aufbauen und die gefürchteten Solos konnten leicht entschärft werden. Die Bunten zeigten sich spielfreudiger, waren allerdings vor dem Tor zu harmlos, so mussten zwei Slapsticktore (ein Eigentor von Edi und eine fallengelassen Flanke von Thomas No. 1) für eine verdiente Führung sorgen. Das 3:0 wurde durch eine herrliche Kombination herausgespielt, bei der die grüne Hintermannschaft wie die Trainingsaufsteller wirkten. 

So ging es dann in die Pause, aus der Jörg verletzungsbedingt nicht wieder kam, dafür ging Ingo zu den Grünen. Diese Umstellung zeigte schnell Wirkung, die Bunten waren orientierungslos und konnten kaum noch für Entlastung sorgen, dafür preschten die  Grünen wie eine Lawine auf das Tor von Fips zu, der zwar gut hielt, aber gegen die immer wütender werdenden Angriffe ein ums andere Mal chancenlos blieb. Der Anfang kam nach einer wahren Eckenflut für Grün, nach der gefühlt hundertsten Ecke bugsierte Raini den Ball ins eigene Tor. Kurz darauf gab es Elfmeter für Grün, dieser sorgte für heftige Diskussionen und nach der dritten Ausführung wurde Dieser dann gehalten. Angespornt durch diesen Vorfall zermalmte die Angriffsmaschinerie der Leibchenträger die Hintermannschaft der nicht markierten Spieler und drehten das Spiel. Aus einem 3:0 für Bunt wurde ein mindestens 6:3 für Grün. 

 

Am Ende mussten ein verletzter und mindestens drei angeschlagene Spieler verbucht werden, dazu ein gebrauchter Nachmittag für den Schreiber, oder um es mit Edis Worten unter der Dusche zu beschreiben „Ein SCHROTTKICK“. 

Claus

 

Grün (6)            Blau (3)
Jörg Claus
Marc Frankie
Stephan Thopro
Markus Fips
Thomas No. 1 Matze
 Ulinho Sir t.
Oli Jirschi
Schmi Tim
Edi Raini
  Ingo

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Kommentare: 3
  • #1

    Fränki (Mittwoch, 06 April 2016 10:06)

    mensch ingo, du solltest tüchtiger essen, bin ja richtig erschrocken gerade !!

  • #2

    Matze (Mittwoch, 06 April 2016 10:16)

    2. Halbzeit schön verschönt. Wie lautet eigentlich die Definition für "angeschlagene Spieler"????

    Hier die Realität ....
    "Eigentlich hat fast alles gefehlt. Das Passspiel war unsicher, das Zweikampfverhalten war nicht gut, dann hat uns hinterher auch der Mut verlassen", urteilte ein angefressener Fränki. Es war viel zu harmlos, dafür gibt es eigentlich keine Worte", schimpfte der Kapitän der bunten Gurkentruppe nach dem Abpfiff.

    Quelle: http://www.sport1.de/fussball/bundesliga/2016/04/28-spieltag-der-bundesliga-bayer-leverkusen-vfl-wolfsburg

  • #3

    Oli (Mittwoch, 06 April 2016 10:38)

    Gute Schreibe, aber auf keinen Fall ein schrottkick! Fand schon nicht so schlecht, wie Grün das Bällele anfangs hat laufen lassen, aber eben nicht minder bemerkenswert, wie wir das dann gerissen haben.
    Unnötige Diskussionen über Mechanik und Physik mal ausgeblendet, war das aus meiner Sicht ein Kick der Marke "die besseren".
    Mein man of the match: Stephan, der bei uns Bunten hinten für zwei gespielt hat.
    Mein Spätzünder des Spiels: Marküse, der erst alles versemmelt, was nicht bei 3 hinter der Torlinie war, um dann (Haltungsnote 1 mit *) eins selber zu machen und zwei wirklich schön aufzulegen.

    Freitag ist vermutlich Sch....wetter, deshalb wahrscheinlich doch nochmal Kunst am Rasen