Zu sehr hallen die Eindrücke noch nach, sodass sich die Erinnerungen an das Spektakel nur in fragmentarischen Stücken zusammensetzen lassen.
Der Anstoß erfolgt bei unbeständigem Wetter, gerade hat man rechtzeitig eine Platzregen überstanden. Entsprechend frisch und aufgeregt vor Erwartung des beginnenden Spieles geht es los, noch blind vor dem Schauspiel, das gleich entfesselt wird.
Der Beginn gleicht einem kompromisslosem Ringen, sowohl Bunt als auch Grün können nur selten die gegnerische Abwehr durchbrechen. Durch Einzelaktion auf beiden Seiten steht nach 30 min ein stark umkämpftes 1:1 auf dem Tableau. Die schon anfangs extrem hohe Intensität steigert sich kontinuierlich, bis man in der Luft ein elektrisierendes Knistern zu spüren scheint. Die hohe Spannung erinnert an einen Sturm am Horizont, der sich zu entladen droht.
Durch gezielte Passstafetten landet der Ball in guter Position vor Tim, der sein Ziel vor Augen hat. Mit unvergleichlicher Präzision koordiniert er seinen Bewegungsablauf, der in einen brachialen Gewaltschuss münden soll. Der Unterschenkel schnellt blitzartig nach vorne. Als der Fuß das Leder berührt durchzucken Lichtblitze die gesamte Arena. Mensch und Tier erstarren. Mit Überschallgeschwindigkeit wird das Geschoss Richtung Tor beschleunigt. Die Spannung entlädt sich in einem gleißenden Schein. Nach kurzem Innehalten ertönt ohrenbetäubendes Donnergrollen, das in Mark und Bein fährt. Die Protagonisten sind in einen Bann aus Staunen und Erschöpfung gefangen, während sie das Geschehene erst langsam zu fassen beginnen. Erholung suchend findet man Schutz am nächstmöglichen Unterstand und versucht das Bewusstsein zu ordnen. Natürlich werden die Eindrücke individuell unterschiedlich verarbeitet und so trauen sich nach einiger Zeit 9 Spieler wieder auf den Rasen. Erkältungsbedingt Vorgeschädigte und seltene Besucher der Grünen Elefanten sind natürlich bereits an ihre Grenzen gestoßen. Mit 4 gegen 5 und bald 6 gegen 5 geht es weiter.
Insbesondere die Abwehrreihen scheinen noch desorientiert und somit fallen nun deutlich mehr Tore. Grün weiß mit Stafetten über Sören, Johannes, Raini und Tim zu gefallen. Für Bunt finden insbesondere Marc, Milan und Tobi immer wieder Lücken, um durchzubrechen. Genaueres bleibt nur schemenhaft in Erinnerung und so endet ein denkwürdiger Nachmittagskick durch einen Distanzschuss von Ingo mit 11:9 für Bunt.
Nach dem Spektakel kühlt man sich bei Radler und Bier ab. Man lässt Horst hochleben, nicht nur wegen seines Geburtstages, den es zu feiern gilt, sondern auch aufgrund unnachahmlicher Steckpässe.
Johannes
Grün | Blau |
---|---|
Milan | Inho |
Samuel | Raini |
Marc | Johannes |
Tobi | Oli (kurz) |
Marküse | Tim |
Horst | Sören |
Toller Bericht!
Hervorragend die Einbeziehung des Gewitters und dessen Spannungsaufbau verursacht durch fußballerische Höchstleistungen!