Wenn 42 Beine sich um einen Ball balgen, statt ihn durch „die eigenen Reihen zikulieren“ zu lassen, kann das an der grauenhaften Qualität eines Spiels (oder dessen Protagonisten) liegen – oder an einem kleinen Platz. Letzteres war der Fall (alles andere wäre auch UNDENKBAR), denn Dank der heftigen Intervention des Jugentrainers, er benötige exakt die Hälfte des Platzes (um dann doch nur knapp 1 Drittel zu bespielen), wurde das ohnehin kleine Spielfeld noch kleiner und somit zum Quadrat. Von „frei und ungebunden“ konnte also keine Rede sein.
Bene, dessen 52. Wiegenfest wir nachträglich (und ausführlich) gefeiert haben, wollte immer mal quer spielen, damit wir mehr Platz hätten. Nach gutem Zureden war er dann aber doch vom geringen Nährwert einer solchen Aktion zu überzeugen.
Gutes Zureden war auch einmal während des Spiels gefragt, als ein Spieler, mit der Schiedsrichterleistung überhaupt nicht einverstanden, das Feld verlassen wollte. Gottlob ging es in voller Besetzung weiter. Bis dahin war’s eine ungleiche Geschichte. Bunt mit ca. 70 Prozent Ballbesitz war nicht in der Lage, das Spiel unter Kontrolle zu bekommen. Viel durch die Mitte, schnell und meist schnörkellos durchs Mittelfeld, um dann am 16er die Lücke nicht zu finden. Grün mit exzellenter Abwehrarbeit und einmal mehr einem Thomas No.1, der da hinten drin nicht zu überwinden war.
Dann das 1:0 für Grün. Aus dem Nichts. Einfach so. Zur gleichen Zeit lautet das Eckenverhältnis ungefähr 15:0 für Blau. Kurzer Plausch an der Mittellinie: In-Blau: „Gigantisches Eckenverhältnis, ihr kommt da hinten ja gar nicht mehr raus“. In-Grün: „Na und? Wir machen gleich das 2:0“. Kurz wurds den Blauen Knappen mulmig, denn: wäre das passiert, wer weiß, wie dieses Spiel ausgegangen wäre.
Stattdessen brachte ein grüner Fehler im eigenen 16er und energisches blaues Nachsetzen das 1:1. Und dann kurz darauf das 1:2 und 1:3. Kein Nachlassen bei Blau, keines bei Grün. Eckenverhältnis mittlerweile 26:1. Dann das 2:3 und Grün war wieder dran. Bene war mehrfach gefragt, zweimal musste er (Achtung Phrasenschwein) „sein ganzes Können aufbieten, um scharfe und platzierte grüne Bälle zu entschärfen“. Immer noch klare Ballbesitzverhältnisse, immer noch sensationelle Abwehrarbeit bei Grün.
Seitenwechsel wegen tiefstehender Sonne. Grüner Kommentar: „das bringt doch nix“. Empörte blaue Replik:“ wir schauen doch die ganze Zeit in die Sonne!“. Dumm nur, dass der empörte Blaue ein Grüner war…
Nach dem Motto „heiter, heiter, immer weiter“ stand er jetzt endlich mit dem Rücken zur Sonne und musste anfliegenden Bällen nicht mehr entgegenblinzeln.
An der Fortentwicklung des Eckenverhältnis änderte der Seitenwechsel tatsächlich nichts. Beim Stand von ca. 34:3 Ecken ging das Spiel schließlich …6 oder 5:3 aus.
Danach gabs lecker Katroffelsalat und Fleischkäse bei Bene. In sehr lustige Runde mit alten Venyl-Scheiben von Rod Stewart (Footloose ((Foot Losse?)) and fancy free) bis Genesis, gutem Wein und ebensolchem Schnaps wurden von H wie Hoeneß bis H wie Hoenß alle wichtigen Themen diskutiert. Ach ja: und lustige Pläne für den 21.6. gemacht. An etwas anderes denke ich ja nicht mehr.
Oli
| Grün (3) | Blau (5/6?) |
|---|---|
| Christian | Bene |
| Edi | Christoph |
| Gerrit | Claus |
| Ingo | Fränki |
| Jörg | Marc |
| Jürgen | Matze |
| Kosa | Michel |
| Markus | Oli |
| Raini | Tim |
| Sir T. | Thopro |
| Tomas No.1 |


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